Adrema Hotelgeschichte

Adrema steht für ADREssierMAschinen. Warum das Hotel den Namen trägt? Lesen Sie selbst.
 
22.04.1913 wurde die Adrema Maschinenbaugesellschaft GmbH von Julius Goldschmidt gegründet. Goldschmidt war Erfinder des Adressiermaschinensystems und zu seiner Zeit ein erfolgreicher Techniker und Unternehmer. Adressiermaschinen sind Büromaschinen, die wiederkehrende Vordrucke wiedergeben und so den Postversand erleichtern. Aufgrund seiner jüdischen Wurzeln sah er sich 1935 jedoch dazu gezwungen die Firma zu verkaufen und Deutschland zu verlassen. Die Firma Mercedes Büromaschinen AG übernahm nun sein Unternehmen. 
 
1952/1953 wurde der Verwaltungstrakt der Firma Adrema in der Gotzkowskystraße errichtet. Sitz und Produktionsbereich des Unternehmen befanden sich in diesem Gebäude. Die Erfolgsgeschichte der ADREMA Gesellschaft ging kontinuierlich weiter, 1961 übernimmt dann der US-Konzern Pitney Bowes das ADREMA, da die Hauptzentrale des US-Konzern sich aber in Heppenheim befand, wurde die Produktion der Adrema Maschinenbaugesellschaft später auch noch dorthin verlagert. 1976 zog das Berliner Möbelgeschäft  „Möbel Adam“ in das Gebäude ein, die ehemalige Fabrik wurde zur Geschäftsstelle des Möbelgeschäftes. 

2003 wurde das Bauwerk durch einen Neubau erweitert, das Hotel Adrema besteht heute aus einem Alt- und Neubau und spiegelt damit auch gleichzeitig das Hotelkonzept wieder, nämlich die perfekte Zusammensetzung aus alt und neu. Typographien spielen noch heute eine große Rolle im Hotel, das Restaurant Garamond ist nach einer Schriftart benannt und die Bar Versal geht auf den Begriff Versalien, also Großbuchstaben zurück. Am Haupteingang des Hotels kann auch heute noch eine antike Adressiermaschine bestaunt werden.